Dummywesen

Dummybeauftragte des ÖJSpK
Andréa Engel und Jasmin Fleischmann

Mein Name ist Andréa Engel. Als gebürtige Österreicherin lebte ich fast 50 Jahre in der Schweiz, wo ich mich beruflich großteils in der Organisation internationaler Kongresse und Tagungen beschäftigte. Meine Freizeit war fast ausschließlich meinen Hunden gewidmet. Durch einen Zeitungsbericht über ein verheerendes Erdbeben in Norditalien wurde ich auf die schweizerische Rettungshunde-Staffel aufmerksam und wurde dort in den frühen 1970er Jahren aktiv. Dank meiner Sprachkenntnisse wurden mir als Brücke zwischen der deutsch- und der französisch-sprachigen Schweiz bald sowohl in der regionalen Staffel als auch im zentralen Verwaltungsbereich Verantwortungen übertragen. Parallel zu meiner aktiven Arbeit im Rettungshundebereich mit mehreren aufeinanderfolgenden Hunden (Mischling, Französische und Deutsche Schäferhunde und zuletzt English Springer Spaniel), arbeitete ich selbst aktiv und als Trainerin in den Bereichen Fährtenhund, Lawinenhund, Turniersport und Agility. Zu letzterem Thema schrieb ich in den allerersten Anfängen dieser Disziplin in der Schweiz ein kleines Büchlein – Agility: Zusammen-Spiel von Mensch und Hund, Paul Haupt Verlag Bern und Stuttgart, 1990. Für den Schweizerischen Verein für Such- und Rettungshunde REDOG war ich über 30 Jahre Mitglied des Zentralvorstandes, Übungsleiterin und Begutachterin für Eignungs- und Einsatzprüfungen und 1999 mit meinem Deutschen Schäferhund im Erdbebeneinsatz in Izmit in der Türkei. Auch an mehreren Einsätzen in der Schweiz, sowohl in der Flächen- als auch in der Trümmersuche durfte ich aktiv teilnehmen. Nach meinem altersbedingten Ausscheiden aus der aktiven Rettungshunde Aktivität wollte ich meine noch junge ESS Hündin weiterhin artgerecht beschäftigen und schloss mich einer kleinen Gruppe von dummybegeisterten Freunden an, die unter der Leitung einer englischen Spezialistin nahe Genf sehr aktiv trainiert. So durfte ich mich also drei Jahre lang mit einer sehr internationalen und bestens ausgebildeten Gruppe in diese für mich neue Materie einarbeiten. Nach der Pensionierung meines Mannes führte uns das Schicksal Mitte 2015 nach Österreich zurück, wo wir uns mit unseren Hunden (ECS und ESS) in Salzburg niederließen. Schon vor unserer Ankunft hatte ich mich informiert und mit dem ÖJSpK Kontakt aufgenommen. So dauerte es auch kaum einen Monat nach meiner Ankunft in Salzburg und wir nahmen an einer der Dummy-Tagesübungen teil. Freundschaften wurden schnell geschlossen und dank meiner Vorkenntnisse aus der Schweiz durften wir im Herbst 2016 mit Erfolg an der ersten Dummy-Prüfung teilnehmen. Seither haben wir keinen Übungstag, keine Prüfung und keinen Working Test ausgelassen. Nach dem Tod der Hündin, habe ich es trotz meines fortgeschrittenen Alters gewagt, nochmals einen ESS Welpen in die Familie einzugliedern und fleißig mit dem Jungspund wieder in die Dummyarbeit einzusteigen. Meine als Rentnerin zeitliche Verfügbarkeit und meine Begeisterung für den Dummy-Sport führten dazu, meine Mithilfe im organisatorischen Bereich anzubieten. Von meinen Vorgängerinnen Hanna Schöpper und Stephanie Setzger bestens vorbereitet und von Jasmin Fleischmann mit allen nützlichen Informationen versorgt, freue ich mich also, auf diesem administrativen Wege möglichst viele Spaniel-Besitzer für den Dummy-Sport begeistern zu dürfen.

Mein Name ist Jasmin Fleischmann, bin zur Zeit Besitzerin eines English Cocker Spaniels und teile mir die Arbeit der Dummybeauftragten seit Herbst 2021 mit Andréa Engel, da Stephanie Setzger aus zeitlichen Gründen dieser Aufgabe nicht mehr nachkommen konnte. Im Sommer 2005 zog meine erste English Cocker Spaniel Hündin namens Lara bei mir ein. Durch sie kam ich zum Hundesport. Der Einstieg war für uns damals der Breitensport. Nach und nach begannen wir uns mehr und mehr auf die Nasenarbeit zu konzentrieren und waren viele Jahre in der Rettungshundearbeit, beim Fährten und Stöbern erfolgreich. Durch unsere Retrieverfreunde war auch die Dummyarbeit immer interessant für uns. Als dann die Dummyarbeit im ÖJSpK Fuß fasste, packte uns schlussendlich komplett das „Dummyfieber“. 2016 zog mein English Cocker Spaniel Rüde Calimero ein, den ich seit Beginn an für die Dummyarbeit ausbilde und auch bei Wettbewerben in Österreich und Deutschland führe. Ich hoffe, dass ich mit meinem Enthusiasmus noch viele Spanielbesitzer für diese rassetypische Art der Beschäftigung „anstecken“ kann, denn es gibt nichts Schöneres als einen Spaniel in seinem Element arbeiten zu sehen.